|


Forum
Besucher :
| |

Leider kommt es hin und wieder bei der Aufzucht zu Komplikationen. Darum an
dieser Stelle eine Auflistung der häufigsten Probleme, ihrer Ursachen und
ihrer Abwendung.
Die wohl häufigste Todesursache im Larvenstadium sind Temperaturschwankungen.
Unterschiede von bis zu 2°C am Tag verkraften die Tierchen problemlos. Bei
deutlich höheren Schwankungen, wie sie zum Beispiel bei direkter
Sonneneinstrahlung oder aber auch durch ein geöffnetes Fenster, eine Heizung
oder ähnliches auftreten können, können sehr schnell das Aus für die
gesamte Zucht bedeuten. Hier kann durch einen geeigneten Standort Abhilfe
geschaffen werden, mit einem Heizstab geht man dann auf Nummer Sicher.
Sehr häufig kippt das Wasser. Dies geschieht, wenn sich schädliche
Bakterien zu schnell vermehren und das Wasser vergiften. Ursache für das
Bakterienwachstum sind zu viele Futterreste und Detritus im Becken, die den
Bakterien als Nahrungsgrundlage dienen, hohe Wassertemperatur und eine
niedrige Sauerstoffsättigung. Verhindern kann man dies ganz einfach indem man
häufig den Detritus und Futterreste absaugt, die Temperatur ein bisschen
niedriger wählt und ein paar Wasserpflanzen einsetzt. Mooskugel und
Wasserpest sind hier eine perfekte Kombination.
Oft kann man bei Triops innerhalb kürzester Zeit eine dramatische
Verschlechterung und schließlich den Tod beobachten. Dies hat meist eine
Nitritvergiftung zufolge. Nitrit entsteht wenn sich zu viel Nitrat im Becken
befindet. Nitrat wird bei der Verdauung von Wassertieren als natürliches
Abfallprodukt gebildet. Befinden sich sehr viele Tiere in dem Aquarium, ist
die Wahrscheinlichkeit für eine Nitritvergiftung hoch. Besonders bei Triops
kann dieses leicht passieren, da sie eine enorm hohe Stoffwechselrate haben
und somit sehr viel Nitrat produzieren. Verhindern kann man dies ganz leicht
durch das Einsetzen von Wasserpflanzen. Wenn man ein wenig Wasserpest und
Mooskugeln in dem Becken hat, ist das Risiko einer Nitritvergiftung nur noch
sehr gering. Ein Schwammfilter, in dem sich nitratabbauende Bakterien
einnisten können, kann auch hilfreich sein. Letzteres sollte man allerdings
erst nach einigen Tagen zuschalten, damit die noch sehr kleinen und schwachen
Jungtiere nicht eingesaugt werden.
Sauerstoffmangel tritt vor allem im Sommer oder bei aus sonstigen
Gründen hohen Wassertemperaturen auf. Naturgemäß kann Wasser, je wärmer es
ist, immer weniger Sauerstoff binden, welches für die Tiere dringend
notwendig ist um zu leben. In den ersten Tagen sollte dies noch kein Problem
sein, da die Larven so gut wie nichts verbrauchen. Sobald sie etwa 1cm messen,
kann man durch leichtes umrühren oder den Einbau eines Ausströmersteins bzw.
Schwammfilters das Becken leicht umwälzen und dadurch mit Sauerstoff
anreichern. Wasserpflanzen sind hier auch eine angemessene Lösung.
Kannibalismus kommt leider auch immer wieder mal vor. Dieser ist
normal, da Triops alles fressen, was klein genug ist um problemlos aufgenommen
zu werden, da kann hin und wieder mal ein Geschwisterchen dran glauben,
welches später nachgeschlüpft ist. Vermeiden kann man sowas leider nie ganz,
jedoch gut eindämmen indem man die Tiere ausreichend und abwechslungsreich
ernährt sowie ihnen genügend Platz bietet, damit sie sich aus dem Weg gehen
können. Kannibalismus tritt verstärkt bei Platzmangel oder falscher
Ernährung auf.
Ein ebenfalls häufig auftretendes Problem sind Deformierungen an den Panzern
der Triops. Diese treten meistens bei einer schlechten Ernährung auf. Gewöhnt
man die Triops zu spät an Kraftfutter um und bietet ihnen zu lange nur Grünfutter
an, werden sie schnell ein Defizit an dringend benötigten Proteinen bekommen
und dann bei bevorstehenden Häutungen schnell Deformierungen aufweisen.
Diesem Problem kann man relativ einfach entgegenwirken, indem man bereits frühzeitig,
wenn man die ersten Tiere erkennt, die das Erwachsenenstadium erreicht haben,
mit der Fütterung von tierischem Proteinfutter beginnt. Hier sollte man
lieber die Verschwendung der ersten Portionen in Kauf nehmen, um dann die Schäden
eines Proteinmangels abzuwenden.
| |
|