
Manchmal kommt es leider vor, dass ein Triops krank wird. Über
Triopskrankheiten ist noch nicht viel bekannt, darum kann man nur
Spekulationen anstellen, um was es sich für eine Krankheit handelt und wie
man sie behandelt. Bisher bekannt sind mir :
Pilzbefall
Den Pilzbefall erkennt man leicht daran dass sich auf dem Körper des
Triops winzig kleine Flecken bilden. Diese Flecken werden mit der Zeit immer
größer und breiten sich schließlich über den gesamten Körper aus. Diese
Pilze sind ansteckend. Den befallenen Triops SOFORT! von den anderen Tieren
isolieren und im Hauptbecken einen Teilwasserwechsel durchführen. Falls noch
ein anderes Tier befallen ist, auch sofort isolieren. Um Kranke Tiere zu
behandeln, kann man entsprechende Fungizide für Garnelen, Hummer oder Krabben
verwenden. Diese sind auch für Triops geeignet.
Kiemenparasiten
Eine häufige Krankheit bei Kiemenatmern ist ein Parasitenbefall der
Kiemenlappen durch kleine Würmer. Man erkennt dies daran, dass die Füßchen
knallrot gefärbt und angeschwollen sind. Mit der Lupe erkennt man winzig
kleine weiße Linien auf dem Körper des Tieres. Sobald man soetwas erkennt,
das Tier sofort isolieren und andere Tiere auch auf Würmer untersuchen.
Vorsichtshalber empfiehlt es sich den Bodengrund einmal anständig
durchzuwaschen und das Becken gründlich zu reinigen um einen Befall der
anderen Tiere zu vermeiden. Bei einigen wenigen Parasiten helfen
Seemandelbaumblätter, da die in ihnen enthaltenen Säuren und Gerbstoffe für
diese Würmer giftig sind und sie absterben lassen. Wer solche Blätter hat,
kann es probieren, eine Gefahr geht davon nicht aus. Andere Parasitenarten
sind leider resistent.
Deformationen
Bei Proteinmangel oder bei hoher Schwermetallkonzentration im Wasser kommt
es hin und wieder zur Deformation des Triopspanzers. Dies kann
lebensbedrohlich sein, da die Tiere bei der nächsten Häutung Probleme
bekommen werden. Um dem Tier zu helfen sollte man ihm eine Extraportion
Proteinfutter geben und einen Teilwasserwechsel durchführen. Außerdem wäre
hier ein Schuss Wasseraufbereiter sinnvoll um das Wasser fischgerecht zu
machen.
Häutungsprobleme
Hat der Triops nicht genug proteinhaltige Nahrung zu sich genommen, kann es
bei einer Häutung zu Problemen kommen. Die alte Schale will sich nicht von
der neuen lösen, die neue ist noch nicht vollständig ausgebildet oder härtet
nicht vollständig aus. Dem Triops mit einer Pinzette bei der Häutung helfen,
wenn er es aus eigener Kraft nicht schafft. Das gehäutete Tier für
wenigstens einen Tag von den anderen Tieren in einem Brutkasten isolieren und
mit einer Extraportion Futter versorgen, damit es sich erholen kann. Sollte
das Tier trotz Hilfe mit der Pinzette nicht aus seiner Hülle kommen, kann man
den Triops für einige Sekunden in kaltes Leitungswasser setzen. Das Tier erfährt
einen massiven Schock, zieht sich zusammen und kann vielleicht so aus seiner
alten Hülle schlüpfen. Diese Methode sollte allerdings erst ganz zuletzt
ausprobiert werden, da es genauso gut der Tod für das geschwächte Tier sein
kann, aber für ein todgeweihtes Tier die letzte Rettung.
Albinismus
In ganz seltenen Fällen kommt es vor, dass das Farbgen von Triops mutiert
und sie an Albinismus erkranken. Dieses Tier ist nicht mehr in der Lage
Farbpigmente zu bilden und reagiert extrem sensibel auf Licht. Den Albino
sollte man in ein separates Becken umsiedeln und nur dem Tageslicht aussetzen.
Der braucht auch dringend mehrere Versteckmöglichkeiten um sich vor dem
Tageslicht zu schützen. Ein Albino hat die gleiche Lebenserwartung wie ein
normaler Triops, wenn man ihn vor zu grellem Licht schützt.
Verstopfung
Häufig leiden Triops, meist in Folge einer missglückten Häutung an einer
Verstopfung. Daher die Triops einen sehr schnellen Stoffwechsel haben, kann
dieses sehr schnell zu einem Problem werden. Sobald man bemerkt, dass der
Hinterleib eines Triops sich merklich verdickt und der Schlitz zwischen den
beiden Schwanzgabeln aus irgendwelchen Gründen verstopft ist, sollte man
diesen sofort mit einer Nadel oder ähnlichem ganz vorsichtig öffnen, da eine
Verstopfung meist innerhalb weniger Stunden zum Tod führt.
Bluterguss
Wenn der Triops sich irgendwo gestoßen hat oder sonstwie einen Schlag
abbekommen hat, kann es zu einem Bluterguss kommen. Dabei bildet sich eine
kleine Blutblase an seinem Körper, die dann als deutlicher roter Punkt oder
als "Beule" sichtbar wird. Dagegen machen kann man nichts. Solange
das Tier dadurch nicht in seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt ist und es
zu keinem weiteren Blutverlust kommt, sollte es keine ernsthafte
Beeinträchtigung für ihn bedeuten. Direkt nach der Verletzung sollte man ihn
sicherheitshalber dennoch isolieren, damit er sich nach dem Blutverlust wieder
erholen kann.
Verbluten
Bei Kämpfen zwischen Triops oder bei Verletzungen an scharfen Kanten oder
an Filtern, können sich Triops hin und wieder einmal Verletzungen zuziehen,
die bluten. Daher Triops nicht über ein Blutgerinnungsmittel verfügen und
sie sich in Wasser befinden, was eine Blutgerinnung zusätzlich erschwert,
werden diese Tiere meistens innerhalb kürzester Zeit sterben. Das Blut lockt
zusätzlich andere Artgenossen an. Den verletzen Triops sollte man deswegen in
einem Brutkasten für ein zwei Tage isolieren, bis er sich vollständig
regeneriert hat. Die Überlebenschance bei verletzten Triops ist allerdings
sehr gering.
Eingeklemmt
Triops haben einen angeborenen Erkundungstrieb und sind ständig auf der
Suche nach neuen Futterquellen oder Eierverstecken. Leider kommt es dadurch
auch immer häufiger vor, das sie sich selbst eingraben, in Pflanzenwurzeln
verheddern oder hinter technischen Geräten einklemmen und aus eigener Kraft
nicht mehr herauskommen. Sobald man einen notleidenden Triops erblickt
empfiehlt es sich diesen sofort sanft zu befreien und ihn auf eventuelle
Verletzungen hin zu untersuchen. Ggf. isolieren und unter Beobachtung stellen.
Quetschungen
Fällt mal auf Grund einer ungeschickten Bewegung etwas auf den Triops
drauf und er wird gequetscht, ist es meistens sofort das Ende für ihn. Hat
man jedoch Glück und der kleine Kerl überlebt das, am besten sofort in einem
Brutkasten isolieren und für wenigstens 1-2 Tage unter Beobachtung stellen.
Sollten sich keine Verhaltensauffälligkeiten zeigen, kann er wieder entlassen
werden.