
Es liegt nun mal leider in der Natur der Sache, dass eine neue
Triopsgeneration erst dann zum Leben erwacht, wenn die alte vollständig
abgestorben ist. Doch mit einem kleinen Trick kann man für einen dauerhaften
Besatz im Aquarium sorgen! Was man dafür braucht, ist ein Aufzuchtsbecken und
zusätzlich ein Brutkasten.
Damit es zu keinem Zeitpunkt zu einem Überbesatz kommt, muss man ein wenig
kalkulieren um eine Überbevölkerung, welche zu einer Vergiftung der
Gesamtpopulation führen kann, zu vermeiden. Hier gebe ich euch einen
Einblick, wie man eine kontinuierliche Zucht organisiert. Das folgende
Rechenbeispiel dient dem vereinfachten Verständnis.
Rechenbeispiel :
Wir gehen von einem 100 Liter Becken aus. Laut Faustregel ( 5 Liter pro
Tier ) kann man bis zu 20 Tiere darin halten; also ist 20 Tiere unsere
angestrebte Population.
Nun setzen wir einen Zuchtansatz mit so vielen Eiern an, wie wir brauchen, um
diese Population zu erreichen. Die Anzahl der anzusetzenden Eier berechnet
sich einmal aus der Schlupfquote ( bei allen Spezies 50% ) sowie der
durchschnittlichen Überlebensrate ( bei den jeweiligen Spezies je nach
Wasserqualität und gebotenem Umfeld verschieden, als Richtwert aber etwa 75%
). Addiert man diese beiden Faktoren nun zusammen, erhält man einen
Faktor von 2,6 . Für jedes Tier das man später in seinem Aquarium haben möchte,
muss man also statistisch 2,6 Eier ansetzen, um das gewünschte Ziel zu
erreichen. Das wären dann in dem Beispiel 54 Eier.
Nun werden aber nicht die gewünschten 20, sondern nur 16 Tiere groß. Diese
16 Tiere werden, sobald sie etwa 2cm groß sind in das Aquarium umgesiedelt,
wo sie nun bis zu ihrem Lebensende bleiben sollen. Dadurch wird logischer
Weise das Aufzuchtsbecken frei. Nun stellt man die gleiche Rechnung wie zuvor
an. Nur das wir diesmal vier ( 20 - 16 ) Triops haben wollen. Nach der
Rechenformel setzt man nun 11 Eier an. Wenn die zweite Generation nun groß
ist, werden sie in einen Brutkasten, der im Aquarium schwimmt, gesetzt, wo sie
sich an das Wasser gewöhnen können, noch gezielt gepflegt werden können und
vor den größeren Artgenossen geschützt sind.
In der Zeit, wo nun die vier neuen Triops groß geworden sind, sind von der 1.
Generation inzwischen 2 Tiere verstorben. Sobald die 2. Generation umgesiedelt
worden ist, wird nun wieder die Differenz von dem Wunschbesatz und dem tatsächlichen
Besatz errechnet und die dafür benötigte Eimenge angesetzt.
Ziel des Ganzen ist es regelmäßig die Lücken im Bestand auszubessern,
indem man immer nur so viele Eier ansetzt, wie aktuell in dem Aquarium Platz
ist. Daher in der Zeit, wo die Jungtiere groß werden, ältere sterben, ist
gewährleistet, dass es so niemals zu einer Überbevölkerung kommt. Man
braucht nun auch nicht mehr wochenlanges Leerstehen des Aquariums in Kauf
nehmen, sondern man kann auf diese Weise bis zu fünf Generationen in einem
Aquarium vereinen.