Nauplien
Erstes Nauplienstadium
Zweites Nauplienstadium
Drittes Nauplienstadium
Viertes Nauplienstadium
Adulter Triops
Nach etwa 5 Tagen nach
dem Schlüpfen erreicht der Triops dann das Erwachsenenstadium. Der erwachsene
Triops verändert sich nur noch geringfügig in seinem äußeren
Erscheinungsbild. Er wächst jedoch noch um ein vielfaches seiner ausgänglichen
Körpergröße an. Das proportionale Verhältnis vom Gabelschwanz und von den
Antennenarmen zum Körper verändert sich mit zunehmender Körpergröße auch
erheblich. Mit der Geschlechtsreife, die im Alter von etwa 2 Wochen eintritt
bildet der Triops auch seine Geschlechtsorgane, die Eiersäckchen, in denen er
die Eier produziert aus.

schematische
Zeichnung eines adulten Triops
1.) Facettenaugen
Der Triops
verfügt über zwei oval geformte in der Schädelplatte eingelassene
Facettenaugen, mit Hilfe derer er seine Umwelt optisch wahrnehmen kann. Das Auge
ist in der Lage Hell-Dunkel-Kontraste wahrzunehmen, kann jedoch keine
Farbunterschiede erkennen. Sie sind ähnlich wie die Augen der Insekten gebaut,
jedoch mit einer zusätzlichen Schale überzogen, die unter Wasser wie eine
Taucherbrille funktioniert und damit die Augen während der Häutung keinen
Schaden nehmen. Die Augen können nicht bewegt werden, ermöglichen aber wegen
ihrer Kuppelform einen Rundumblick.
2.) Drittes "Auge"
Diesem
dritten augenähnlichen Gebilde verdankt der Triops seinen Namen. Es sitzt genau
zwischen den beiden Facettenaugen, ist aber bedeutend kleiner. Der Triops kann
mit diesem Auge nicht sehen. Seine genaue Funktion ist bisher noch nicht
vollkommen erforscht. Man vermutet allerdings das der Triops dieses Organ dazu
benötigt um den osmotischen Druck im Wasser zu messen und seinen eigenen Körperdruck
darauf einzustellen. Andere Wissenschaftler hingegen sind der Meinung dass
dieses Organ zur Hell-/Dunkelwahrnehmung dient.
3.) Antennenarme
Der Triops
verfügt über zwei Antennenarme, die an der Basis dem Rumpf auf Höhe der
Mundwerkzeuge entspringen und sich dann auf Höhe der Schädelplatte in drei
unterschiedlich lange Teile aufteilen. Er benutzt diese Antennen zum Fühlen. Er
kann mit ihrer Hilfe feinste Bewegungen im Wasser spüren, die Bodenoberfläche
abtasten und schmecken. Auf diese Weise kann er mit den Antennen leicht seine
Nahrung aufspüren und sich in seiner Umwelt orientieren. Ihre Länge nimmt mit
zunehmenden Alter erheblich zu. Die Antennenarme können 1 ½ mal so lang wie
die Schädelplatte werden.
4.) Anbindung Schädelplatte – Rumpf
Die balkenförmige
Verdickung auf der Schädelplatte oberhalb der Augen ist das Verbindungsstück
zwischen der Schädelplatte und dem Rumpf. Unter ihr befindet sich auch das
Zentralnervensystem in dem sich die einzelnen Nervenstränge zu einem Knoten
verdichten. Es ist sozusagen das Gehirn des Triops.
5.) Schädelplatte
Die Schädelplatte
ist eine etwa Daumennagel große Chitinplatte die den Triops vor Angriffen von
oben schützt. Sie ist keilförmig aufgebaut um den Widerstand beim Schwimmen möglichst
gering zu halten. Außerdem bietet diese Schädelform einen Vorteil bei der
Nahrungssuche da der Triops besonders leicht mit dieser Schädelplatte im
Bodengrund wühlen kann.
6.) Rumpf
Der längliche
Rumpf besteht aus mehreren ineinander verschränkten Chitinringen welche die
Organe des Triops wie eine Plattenrüstung vor Feinden schützen. Sie erstrecken
sich vom Ansatz der Schädelplatte bis zum After. Ihre Anzahl ist je nach Art
und Größe des Tieres verschieden, sie liegt zwischen 8 und 17 Ringen.
7.) 13. - 52. Blattbeinpaar
Die
hinteren Beinpaare dienen dem Triops nur geringfügig zur Bewegung. Ihre
Hauptaufgabe besteht im Aufwirbeln von fressbaren Kleinteilen im Bodengrund,
ihrer Aufnahme, sowie der Atmung. Die hauchdünnen Blattbeinchen sind mit einem
feinen Kapillarsystem durchzogen, durch das der Triops sein Blut mit Sauerstoff
anreichert, wie die Kiemen eines Fisches. Sie erstrecken sich von der
Einbuchtung der Schädelplatte, von den Eiersäckchen, bis zum unteren ¼ des
Rumpfes und werden in Schwanzrichtung zunehmend kleiner.
8.) After
Der After
befindet sich am Ende des Rumpfes zwischen den beiden Gabelschwanzspitzen. Der
Triops scheidet durch ihn die unverwertbaren Nahrungsreste, den Detritus, aus.
Er besteht aus zwei Chitinplatten die durch einen Muskelring geöffnet und
geschlossen werden können.
9.) Gabelschwanz
Der
Gabelschwanz ist eine unbewegliche Verlängerung des Rumpfes. Er dient dem
Triops um sich während des Schwimmens zu stabilisieren und um ihm eine
Richtungsänderung zu erleichtern. Der Gabelschwanz erfüllt jedoch keine
lebensnotwendigen Funktionen, denn der Triops ist auch ohne ihn lebensfähig.
Der Gabelschwanz kann genauso lang werden wie der Rumpf.
10.) Schädelverdickung
An der
Spitze der Unterseite der Schädelplatte befindet sich eine sichelförmige
Verdickung mit Hilfe derer der Triops seinen Kopf leicht in den Bodengrund
schieben kann und sich leichter durch ihn durchwühlen kann.
11.) Mundwerkzeuge
Am oberen
Ende der sogenannten Mittelrinne – die rötliche Linie auf dem Rumpf über die
der Triops die Nahrung befördert – befindet sich das Maul des Triops an dem
sich die Mundwerkzeuge befinden mit deren Hilfe er Nahrungsbrocken soweit
bearbeiten kann, das er sie hinunterschlucken und schließlich verdauen kann.
Sie bestehen aus mehreren scharfen Platten die aneinander reiben, sowie kleinen
Greifwerkzeugen mit deren Hilfe der Triops die Nahrung festhält, um sie zu
bearbeiten und sie dann in sein Maul zu führen.
12.) 1. – 12. Blattbeinpaar
Diese Beine
sind deutlich kräftiger ausgebildet als die am Hinterleib. Sie übernehmen
hauptsächlich die Funktion der Fortbewegung. Der Triops ist durch ihre
besondere Schaufelform auch in der Lage zu Buddeln, was es ihm erleichtert
Nahrung im Bodengrund aufzustöbern, durch ihre Form sind sie außerdem
besonders gut an das Leben im Wasser angepasst und erleichtern die Fortbewegung
erheblich. In geringerem Maße als die Hinterbeine sind die vorderen Beinpaare
auch für die Atmung zuständig.
13.) Eiersäckchen
In diesen
kleinen Taschen, die sich zwischen dem 12. und 13. Beinpaar befinden, werden die
Eier gebildet. An der Basis dieser Säckchen befindet sich eine Keimdrüse die
nach der Geschlechtsreife pausenlos Eier bildet, die dann in das Eiersäckchen
fallen um dort zu reifen. Wenn die Eier reif sind, werden sie aus dem Beutel
hinausgeschüttet und mit einem speziellen von einer Drüse abgesonderten Sekret
umhüllt, das die Eier mit dem Bodengrund verklebt und sie vor Feinden schützt.
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